Eliteliga: Die heiße Phase der Meisterschaft beginnt

Zeltweg KSV 14

c STEHV/Helmut Huppmann

 

Der Grunddurchgang ist Geschichte. Ab sofort geht es um die Wurst. Denn das Play-Off der Eliteliga beginnt an diesem Wochenende. Traditionell wirft der STEHV einen Blick auf die einzelnen Paarungen.

 

 

Alles beginnt bei null. Alles was war, zählt nicht mehr. Wenn der Februar im Eishockey-Kalender aufscheint, sind die Play-Offs vor der Tür. So auch in der Eliteliga. Kapfenberg qualifizierte sich als Grunddurchgangs-Sieger und trifft somit auf den Tabellenvierten der Regular Season Panthers Frohnleiten. Zeltweg trifft auf ATSE Graz. Gespielt wird im Best-of-Five Modus. Zeltweg und Kapfenberg beginnen aufgrund des Heimrechts nach der besseren Platzierung im Grunddurchgang vor heimischem Publikum. Der STEHV nimmt die Semifinal-Begegnungen genauer unter die Lupe.

 

 

Kapfenberg gegen Frohnleiten klarer Favorit

Es war ein unglaublicher Grunddurchgang aus Sicht der Kapfenberger. Noch vor der Saison war ungewiss, wie man den Liga-Neuling, der aus der INL kam einschätzen sollte. Als siebentes Team schloss man sich der Eliteliga an. Die Kängurus leisteten sich keine einzige Niederlage im Grunddurchgang und wurden ungeschlagen Sieger im Grunddurchgang. Zwar musste man zu Beginn der Saison öfters Überstunden schieben und in der Overtime den Extapunkt erkämpfen. Doch danach fragt jetzt niemand mehr, denn die weiße Weste kann den Kapfenbergern keiner mehr nehmen. Logischerweise ist der KSV nun der Titelfavorit schlechthin. Alles andere als ein Weiterkommen der Kängurus wäre eine faustdicke Überraschung. "Wir wollen das fortführen, was wir im Grunddurchgang begonnen haben. Wir wollen im Play-Off ein klares Lebenszeichen von uns geben," gibt KSV-Obmann Franz Gärtner die Marschroute vor. Kapfenberg konnte alle Begegnungen gegen Frohnleiten in dieser Saison gewinnen, zuletzt in der Generalprobe vor den Play-Offs sogar klar mit 9:2. Doch positiv kann aus Sicht der Panthers die Tatsache erscheinen, dass die Saison jetzt von Null beginnt und Kleinigkeiten die Spiele entscheiden können. Genau darin liegt der Reiz der Play-Offs. Frohneiten konnte beim 10:4 Sieg über die Rattlesnakes den Einzug in die Play-Offs fixieren. "Wir sind krasser Außenseiter. Wir haben nur eine Chance, wenn alle drei Linien sich der Arbeit und der Chance bewusst sind. Fakt ist: Je länger wir die Spiele offen halten können, desto eher können wir überraschen," meint Bernd Jäger von den Panthers.

 

 

Torhüter: Mario Still und Michael Bischof gehörten beim KSV zu den besten Torhütern der Liga. Still hat hierbei mit 92,7 % Save-Percentage knapp die Nase vorn, denn Bischof konnte 91 % der Schüsse abwehren. Beide Keeper kamen auf jeweils 18 Spiele. Mario Still wird auf jeden fall als Nummer eins in die Play-Offs gehen. "Michael Bischof ist ebenso ein guter Torhüter. Aber Mario Still hat bei uns das volle Vertrauen," so Franz Gärtner. Bei Frohnleiten sieht die Sache wieder etwas anders aus: Andre Medak weißt eine Percentage von 82,6 % auf. Er wird das Tor der Panthers hüten, nachdem Maximilian Schanza zu den Rattlesnakes abgewandert ist: "Andre ist unsere Klare Nummer eins. Er ist ein junges Talent, das seine Chance bekommen hat. Bislang hat er das bravourös gemacht," meint Bernd Jäger. Wohlgemerkt ist der KSV sein Ex-Verein. 

 

Punkt Kapfenberg

 

Verteidigung: Mit Adrian Stühlinger haben die Kängurus einen Top-Verteidiger in ihren Reihen, der von seinen Qualitäten über die Eliteliga zu stellen ist. Das untermauert auch die Scorer-Liste. Sein älterer Bruder Julian Stühlinger zählt ebenso zu den Stützen, genauso wie Mario Obergruber. Auf Seiten der Panthers hat Gilbert Lehmann der Abwehr klar Stabilität verliehen. Dann gibt es noch Sascha Sudnikiewicz, der die schnellen Spiele gewohnt ist. Philipp Hanschel, der sich von Jahr zu Jahr besser entwickelt hat und zu einem Top-Verteidiger aufgestiegen ist. Darüber hinaus gilt es noch Christopher Egger und Marco Kaufmann zu erwähnen. Auch hier werden die Kapfenberger die Oberhand behalten, zumal der KSV lediglich 31 Treffer erhalten hat und Frohnleiten 98 Gegentore hinnehmen musste.

 

Punkt Kapfenberg

 

Sturm: Bei Kapfenberg strahlen alle Linien Torgefahr aus. Hier jemanden herauszuheben würde keinen Sinn machen. Es gibt keinen wirklichen Topscorer bei den Kapfenbergern. Doch genau darin liegt einer der Qualitäten in dieser Mannschaft: Jeder Forward bei den Kängurus ist für Tore gut. Aufpassen müssen die Panthers aber in der Defensive vor allem auf Lukas Draschkowitz, der der torgefährlichste Crack beim KSV ist. Bei den Panthers stechen vor allem zwei Spieler heraus. Leon Konecny und Manuel Laritz. Konecny glänzte im Grunddurchgang mit seinen Vorlagen, Laritz wiederum zeigte seine Qualitäten als Vollstrecker. In der Offensive zieht Frohnleiten ebenso den Kürzeren, da Kapfenberg 135 Tore erzielt hat. Die Panthers brachten 79 Scheiben in des Gegners Netz.

 

Punkt Kapfenberg

 

 

STEHV-Tipp: KSV Kapfenberg Eishockey : Panthers Frohnleiten 3:0

 

 

 

Kann sich Zeltweg beim ATSE revanchieren?

Bereits während des Grunddurchgangs war das Thema Revanche zwischen Zeltweg und ATSE Graz omnipräsent. Denn in der letzten Saison mussten die Lions zusehen, wie die Eggenberger den Pokal im Finale in die Höhe stemmten. In diesem Jahr soll das aus Sicht der Zeltweger nicht noch einmal passieren. Im Grunddurchgang konnte man dem ATSE zumindest sowohl in der Tabelle als auch in den direkten Duellen schon mal den Schneid abkaufen. Zuletzt siegte man gegen den Meister klar mit 4:0. Mit diesem Sieg konnten sich die Zeltweger zugleich das Heimrecht sichern. Somit wurde das Ziel aus Sicht der Lions auch erreicht. "Das Resultat war aber aus meiner Sicht nicht dem Spielverlauf entsprechend," meint ATSE-Coach Gilbert Kühn. Schwere individuelle Fehler und Unkonzentriertheiten führten letztlich zu dieser am Ende klaren Niederlage. Dennoch wird man laut Kühn nicht viel verändern. Beim ATSE glaubt man an die Chance, die Zeltweger genauso wie im Vorjahr stürzen zu können. Es wird mit Sicherheit eine enge Angelegenheit, wo Kleinigkeiten und die Tagesverfassung entscheiden werden.

 

Torhüter: Mit Florian Zeugswetter hat ATSE Graz sicher den stärksten Torhüter der Liga. Seine Qualitäten sind bestens bekannt und daher auch unumstritten. Keine Frage: In dieser Paarung werden die Torhüter der Schlüsselfaktor sein. Bei den Zeltwegern ist Andreas Brenkusch aber ebenso ein sicherer Rückhalt, was er im letzten Spiel gegen ATSE eindrucksvoll unter Beweis stellen konnte. Wer die bessere Tagesverfassung hat, wird sein Team womöglich zum Sieg führen. Es wird viel von den beiden Torhütern abhängen.

 

 

Punkt ATSE Graz

 

Verteidigung: Auch hier stehen die Chancen mehr oder weniger bei 50:50. Beim amtierenden Meister der Eliteliga gilt es Nino Jus hervorzuheben, der jedoch aufgrund von Trainingsrückstand noch nicht bei 100 % ist. Bei den Zeltwegern ist wiederum Dominik Walchshofer das Um und Auf. Doch auch um ihn herum besitzen die Lions über starke Verteidiger. Lediglich 51 Gegentore sprechen für sich. Die Verteidigung ist ebenso ein wichtiger Faktor im Play-Off.

 

 

Punkt Zeltweg

 

Angriff: Robert Koller war der Mann für die Tore bei den Zeltwegern in dieser Saison. Wann auch immer er an die Scheibe kam, brannte es bei den Gegnern lichterloh. Nicht umsonst ist er der Top-Scorer der Eliteliga. Auf ihn müssen die Eggenberger ganz besonders aufpassen. Aber auch Andreas Forcher und Christoph Scherngell zeigten ihre Torgefahr im Laufe des Grunddurchgangs. Bei den Grazern wiederum gilt es Florian Matthias und Pirmin Riedmann hervorzuheben.

 

Punkt Zeltweg

 

 

STEHV-Tipp: EV Zeltweg Murtal Lions : ATSE Graz 3:1

 

 

 

Die Spiele im Überblick:

 

Spiele Kapfenberg KSV Eishockey : Panthers Frohnleiten

 

Spiel 1: Samstag, 11.02. 2017 Kapfenberg KSV Eishockey : Panthers Frohnleiten (19:00|Eishalle Kapfenberg)

 

Spiel 2: Mittwoch, 15.02. 2017 Kapfenberg KSV Eishockey : Panthers Frohnleiten (19:00|Eishalle Kapfenberg)

 

Spiel 3: Samstag, 18.02. 2017 Panthers Frohnleiten : Kapfenberg KSV Eishockey (18:00|Eishalle Frohnleiten)

 

Falls notwendig:

 

Spiel 4: Mittwoch, 22.02. 2017 Panthers Frohnleiten : Kapfenberg KSV Eishockey (19:30|Eishalle Frohnleiten)

 

Spiel 5: Samstag, 25.02. 2017 Kapfenberg KSV Eishockey : Panthers Frohnleiten (19:00|Eishalle Kapfenberg)

 

 

Spiele EV Zeltweg Murtal Lions : ATSE Graz

 

Spiel 1: Samstag, 11.02. 2017 EV Zeltweg Murtal Lions : ATSE Graz (19:00Eishalle Zeltweg)

 

Spiel 2: Dienstag, 14.02. 2017 ATSE Graz : EV Zeltweg Murtal Lions (19:00|Merkur Eisstadion)

 

Spiel 3: Samstag, 18.02. 2017 EV Zeltweg Murtal Lions : ATSE Graz (19:00|Eishalle Zeltweg)

 

Falls notwendig:

 

Spiel 4: Mittwoch, 22.02. 2017 ATSE Graz : EV Zeltweg Murtal Lions (18:45|Merkur Eisstadion)

 

Spiel 5: Samstag, 25.02. 2017 EV Zeltweg Murtal Lions : ATSE Graz (TBD|Eishalle Zeltweg)

 

 

 

Für den STEHV,

 

Dominik Hana